Parkinson-Syndrom - Medizinlexikon

Synonyme: Morbus Parkinson

hypokinet.-hyperton. extrapyramidales Syndrom mit Hypomimie (Amimie), verstärkter Speichel- u. Talgdrüsensekretion, fehlender Mitbewegung der Arme beim Gehen, kleinschrittigem Gang mit vornübergebeugter, starrer Körperhaltung, Pro-, Retro- o. Lateropulsionen, verlangsamter, monotoner Sprache, Mikrographie, Rigor, Ruhetremor der Hände o. des Kopfs u. weiteren Sympt. auf der morphol. Grundlage von Ganglienzelluntergang u. Gliavermehrung in der Substantia nigra, im Pallidum, evtl. in weiteren Kerngebieten. Biochem. Grundlage ist eine Verminderung von Dopamin in den Stammganglien. Morbidität höher als 1 % der Bevölkerung, Mortalität dreimal höher als die der Durchschnittsbevölkerung. Das P. kennzeichnet versch. Krankheitsbilder. Die idiopath. Parkinson-Krankheit: Paralysis agitans. Postenzephalit. P.: nach ätiol. unterschiedl. Hirnstammenzephalitiden auftretendes P. P. bei zerebraler Arteriosklerose u. anderen Hirnerkrankungen. Medikamentös bedingtes P.: bei Anwendung von Psychopharmaka, insbes. Neuroleptika.

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