Penicilline - Medizinlexikon

gehören zu den Betalaktamring-Antibiotika. Alexander Fleming empfahl P. für die lokale Behandlung. Das Produkt von Penicillium notatum wurde v. a. von Florey, Chain, Heatley u. Abraham zum Medikament entwickelt (1943). Entwicklung halbsynthet. P. nach Isolierung des Grundgerüsts der P. Die Labilität des Laktamrings bedingt wesentl. Eigenschaften der P., wie Alkali- u. Säurelabilität, Penicillinaseempfindlichkeit u. Sensibilisierungsfähigkeit, die durch Derivatisierungen kompensiert werden können. Nach chem. u. therapierelevanten Eigenschaften lassen sich folgende Gruppen bilden: die Schmalspektrumpenicilline Benzylpenicilline (Penicillin G), sich davon ableitende Depotpenicilline. Phenoxymethylpenicilline (Oralpenicilline), z. B. Penicillin V, Pheneticillin, Propicillin, Azidocillin, Isoaxzolylpenicilline (penicillinasefeste P.), z. B. Oxacillin, Cloxacillin, Dicloxacillin, Flucloxacillin; die Breitspektrumpenicilline Aminopenicilline, z. B. Ampicillin, Pivampicillin, Talampicillin, Bacampicillin, Amoxicillin, Hetacillin, Ciclacillin, Epicillin, Acylaminopenicilline, z. B. Mezlocillin, Azlocillin, Piperacillin, Carboxypenicilline, z. B. Carbenicillin, Carindacillin, Ticarcillin, Amidinopenicilline, z. B. Mecillinam (Tab.) P. interferieren bei der Synthese der Bakterienzellwand auf der letzten Stufe der Mureinsynthese (Murein). Zwischen den P. bestehen totale o. partielle Parallelresistenzen. Die wesentlichste Nebenwirkung aller P. ist die Allergie. Pharmakokinet. sind alle P. charakterisiert durch kurze Halbwertszeiten zwischen 0,5 u. 2 h. Tab. Abb.

Penicillin
Penicillin

© Elsevier GmbH, München

Zurück

© 2007 - 2011 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen