Quarantäne - Medizinlexikon

auf die Inkubationszeit befristete strenge Isolierung von Personen, Gebieten o. Gegenständen zur Abwehr quarantänepflichtiger Weltseuchen. Einführung 1374 in der Republik Venedig für Reisende aus Pestgebieten als dreißigtägige Absonderung. Erste Einrichtung einer Station mit vierzigtägiger Absonderung (Quarante jours) 1383 in Marseille. Prinzipien der Q. waren bei Griechen u. Römern bekannt. Die internationalen Gesundheitsvorschriften regeln u. a. die Isolierungsfristen für quarantänepflichtige Seuchen (Infektionskrankheiten). Entspr. der Inkubationszeit beträgt die Dauer der Q. bei Pest 6, bei Virusbedingten hämorrhag. Fieber (Lassa-, Marburg-, Ebola-Fieber) 21, bei Fleckfieber u. Rückfallfieber 14 Tage. Für Personen in Q. ist jeder Kontakt nach außen unterbunden. Q. im veterinär-med. Sinne ist die Isolierung von Tieren als gesonderte Einstallung zum Ausschluß von Infektionskrankheiten.

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