Radio-Allergo-Sorbent-Test - Medizinlexikon

Synonyme: RAST

empfindl. Test zum Nachweis von allergenspezif. Immunglobulin E (IgE). Das Allergen wird kovalent an Trägermaterial (Sephadex, Zellulose) gebunden u. mit dem Patientenserum versetzt. Dabei bindet sich das IgE an das Allergen. Nach Auswaschen sämtl. überschüssiger Anti-IgE-Moleküle Zusatz von 125I-markiertem Anti-IgE, das sich an das allergengebundene IgE bindet. Die Radioaktivität dieses Komplexes ist der IgE-Konzentration des Patientenserums direkt proportional. Klin. ergeben sich hohe Übereinstimmung mit Anamnese, Prausnitz-Küstner-Versuch. Nachteile der In-vivo-Methoden: unzureichende Standardisierung, unspezif. Reaktionen, Risiko für Pat., exogene Einflüsse durch Medikamente u. phys. u. psych. Zustand des Pat. Ein neg. Ergebnis beim RAST schließt eine allerg. Erkrankung nicht aus. IgE-Reagine können nach spezif. Allergenstimulation ausschließl. in der Haut o. anderen Geweben gebunden sein u. sich dem Nachweis im Serum entziehen. Bei Pollenallergien, Nahrungsmittelallergien u. auch bei inhalativen Allergien treten kreuzreagierende Allergene auf, die entweder in nahe verwandten Pflanzen, mehreren Getreidearten o. auch in versch. inhalativen Allergenen gleichzeitig vorkommen können. Eine weitere Differenzierung ist mit dem RAST nicht mögl., für die Ther. aber relevant. Daher bleibt die hohe klin. Relevanz der Hauttestung auch als Routinediagnostik unbestritten. Abb.

Radio-Allergo-Sorbent-Test. Schematische Darstellung des Analysengangs<br />Ia: Allergen an Papierscheibe gekoppelt; b: Patientenprobe mit allergenspezifischen u. unspezifischen IgE; IIa: Allergen-IgE-Komplex; b: unspezifisches IgE wird entfernt; IIIa: Al
Radio-Allergo-Sorbent-Test. Schematische Darstellung des Analysengangs
Ia: Allergen an Papierscheibe gekoppelt; b: Patientenprobe mit allergenspezifischen u. unspezifischen IgE; IIa: Allergen-IgE-Komplex; b: unspezifisches IgE wird entfernt; IIIa: Al

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