Radioiodtest - Medizinlexikon

Synonyme: RIT RJT Radioiodzweiphasentest

nuklearmed. Untersuchungsverfahren zur Funktionsprüfung der Schilddrüse. Nach peroraler Gabe einer Spürdosis Radioiod (Na131I, 125I, 123I) erfolgen Aufnahmemessungen mit einem kollimierten Szintillationsdetektor über der Schilddrüse nach 2, 4, 6, 24 u. 48 h (Tracer, Radionuklid). Normalerweise zeigt die Aufnahmekurve einen Anstieg bis zu 24 h (Iodinationsphase), danach Übergang in ein Plateau (Iodisations- o. Hormonphase). Bei gesteigertem Stoffwechsel sind Aufnahme u. Ausscheidung verkürzt, ebenso wie die sog. effektive Halbwertszeit, die vom Zeitpunkt des Kurvengipfels bis zum Erreichen des halben Kurvenmaximums ermittelt wird. Sie beträgt normalerweise 6–7 Tage. Ind.: Der RIT dient zur Parameterbestimmung für die Dosisberechnung einer Radioiodtherapie bzw. Inkorporationsdosimetrie bei Schilddrüsenkrankheiten. Als Kriterium des Schilddrüsenstoffwechsels ist der RIT durch Bestimmung von Schilddrüsenhormonen ersetzt. Selten wird er als Funktionsprüfung mit dem kurzlebigen 123I (i. v. Injektion) u. Kameramessung über 90 min durchgeführt. Abb.

Radioiodtest
Radioiodtest

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