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Radiokardiographie - Medizinlexikon
nuklearmed. Verfahren zur Bestimmung von Herzminutenvolumen, Herzschlagvolumen, Ejektionsfraktion des li. bzw. re. Ventrikels, enddiastol. Volumen der Ventrikel, Transitzeiten innerhalb der einzelnen Herzkammern. Zwei Verfahren: 1. R. mit der ersten Boluspassage: nach i. v. Injektion von 99mTc-Pertechnetat als Bolus (Technetium) wird entweder mit einem Szintillationsdetektor über dem li. Herzen Einstrom u. Durchfluß registriert o. ein Integralhistogramm mittels ROI-Technik bei Untersuchungen mit der Gammakamera registriert. 2. R. im Fließgleichgewicht: nach i. v. Injektion eines länger intravasal bleibenden Radiopharmakons (z. B. 113mIn- bzw. 111In-Transferin, 99mTc-Humanserumalbumin, 99mTc-markierte autologe Erythrozyten) erfolgt die Registrierung mit der Gammakamera. Dabei werden 300–500 Einzelaufnahmen durch eine EKG-Triggerung in gleicher Zyklusphase in 100- bis 200-ms-Intervallen (z. B. bei Endsystole o. Enddiastole) über 5–10 min addiert. Dieses Zeitmittlungsverfahren erlaubt eine höhere Impulsausbeute, damit eine bessere Meßstatistik u. ein besseres geometr. Auflösungsvermögen, das zur topograph. Trennung der einzelnen Herzbinnenräume notwendig ist. Herzszintigraphie.
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