Radionuklid - Medizinlexikon

Element mit instabilem Atomkern (Isotop, Radioaktivität, Radiopharmaka). R. für med. Zwecke werden durch Kernumwandlungen stabiler Nuklide gewonnen. Diese erfolgen durch Neutronenbestrahlung im Reaktor o. durch Beschuß elektr. geladener Teilchen im Teilchenbeschleuniger (Zyklotron). Erste künstl. R. 1934 vom Ehepaar Joliot-Curie entdeckt. Für den Einsatz eines R. in der Nuklearmed. muß das R. in ein Pharmakon, sog. Radiopharmakon, eingebaut werden. Neben dessen Kinetik im Organismus beeinflussen physikal. Charakteristika (physikal. Halbwertszeit, Gamma- bzw. Betastrahlung u. -energie) die Anwendung wesentl. Zur Diagnostik werden gammastrahlende R., zur Ther. Betakorpuskularstrahlung emittierende R. eingesetzt. Tab. 1 u. 2.

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