Radionuklidangiographie - Medizinlexikon

Darstellung des art. Gefäßsystems mit einem Gammakamera-Computer-System. Nach Bolusinjektion eines lange intravasal bleibenden Radiopharmakons (z. B. 99mTc-Humanserumalbumin, 99mTc-Erythrozyten u. a.) werden Serienaufnahmen über zentralen o. peripheren Gefäßabschnitten registriert. Nichtinvasives Verfahren, das der röntg. Arteriographie im Auflösungsvermögen weit unterlegen ist, aber zur Primärdiagnostik folgender Erkrankungen eingesetzt werden kann: zentrale o. periphere Gefäßanomalien (z. B. Aortenaneurysma), arteriovenöse Fisteln, Gefäßverschlüsse, Vena-cava-Obstruktion, Impression durch Mediastinalverschlüsse, Prüfung der Durchgängigkeit nach gefäßchirurg. Eingriffen, Beurteilung von Nierentransplantaten u. zur Primärdiagnostik von zentralen o. peripheren Gefäßverschlüssen unter Beurteilung eines Kollateralkreislaufs.

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