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Radionuklidgeneratorsystem - Medizinlexikon
transportable, im Labor aufstellbare Quelle für best., kurzlebige Radionuklide. Ein sog. Generator-Melk-System besteht aus einem Ionenaustauscher, der sich in einem Strahlenschutzbehälter (Bleimantel) befindet. Auf ihm ist ein Radionuklid (sog. Mutternuklid) adsorbiert, das sich mit einer physikal. Halbwertszeit von mehreren Tagen bis Wochen in ein kurzlebigeres Tochternuklid umwandelt. Die Tochtersubstanz kann jeden Tag, evtl. mehrmals tgl., mit einem Lösungsmittel (z. B. physiol. Kochsalzlösung, verdünnte Salzsäure u. a.) herausgelöst („gemolken“) werden, während die Muttersubstanz am Adsorbens festgehalten wird. Das Eluat wird steril gewonnen u. steht sofort zur Markierung von Pharmaka bzw. Blutzellen bereit. Nach Elution des Tochternuklids klingt dieses erneut an, bis es ein Gleichgewicht mit der Mutteraktivität, d. h. ein Maximum, erreicht hat. Danach fällt die Aktivität beider mit der physikalischen Halbwertszeit des Mutterradionuklids ab. Tab.
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