Radiosynovektomie - Medizinlexikon

Synonyme: Radiosynoviorthese

intraartikuläre Instillation von Betastrahlern wie 198Au-Makrokolloid (Teilchengröße 20–40?m), 32P-Chromphosphat, 90Y-Silikat bzw. -Eisenhydroxid-Kolloid, 165Dy-Makroaggregate, 186Re-Etidronat, 153Sm-EDTMP, 169Er-Zitrat, 186Re-Sulfid-Kolloid. Ruhigstellung des Gelenks über 3 Tage, um einen lymphogenen Abtransport des Radiopharmakons zu vermeiden. Keine lokalen Nebenwirkungen, z. B. Narbenbildung, Kontraktur wie bei der chir. Synovialektomie. Anschließend szintigraph. Verteilungsuntersuchung in 2 Ebenen (Gelenkszintigraphie). Die Radiopharmaka ziehen sich wie ein Film über die Synovialmembran u. erzeugen eine Betastrahlung (radioaktiver Zerfall), deren Reichweite im Gewebe von der Energie der eingesetzten Strahler abhängig ist. Ziel ist die funktionelle Ausschaltung bzw. Fibrosierung der erkrankten u. zu Erguß führenden Synovialmembran unter Schonung des Knorpels. Ind.: rezidivierende Gelenkergüsse, chron. entzündl. Gelenkerkrankungen. Behandlungserfolg in Abhängigkeit vom Erkrankungsstadium ca. 75 %. Anwendung aus Gründen der Strahlenbelastung erst nach dem 40. Lj.

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