Rheumafaktortests - Medizinlexikon
Nachweismethoden von Rheumafaktoren. Der zuerst beschriebene Test beruht auf einer Hämagglutinationsmethode unter Verwendung von mit Kaninchen-IgG beschichteten Schaferythrozyten (Waaler-Rose-Test). Später fand der Latexfixationstest eine weite Verbreitung, der auch heute noch als semiquantitative Screeningmethode Bedeutung hat. Beide Tests weisen aufgrund ihrer Agglutinationsfähigkeit v. a. Rheumafaktoren der IgM-Klasse nach. In großen Laboratorien wurden diese aufwendigen Tests durch quantitative, automatisierbare Testsysteme ersetzt. Diese Methoden sind hauptsächl. die Nephelometrie unter Verwendung von mit humanem IgG beladenen Latexpartikeln sowie nephelometr. u. turbometr. Analysen, die auf der Präzipitation von lösl. aggregiertem IgG durch Rheumafaktoren beruhen. Der Vorteil dieser quantitativen Tests besteht in ihrer hohen Reproduzierbarkeit. Mittels Enzymimmunoassays lassen sich die versch. Immunglobulinklassen (IgM, IgG, IgA) der RF bestimmen, jedoch ist die Standardisierung der Tests oft nicht befriedigend.
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