Röntgenbild - Medizinlexikon

Schwärzungsverteilung auf Film o. (früher gebräuchl.) Photopapier o. eine Leuchtdichteverteilung auf Leuchtschirmen, Röntgenbildverstärkern o. Fernsehsichtgeräten, die durch Durchstrahlung eines Objekts mit Röntgenstrahlung erzeugt wurde. Das R. eines Objekts entsteht durch unterschiedl. Absorptions- u. Streueigenschaften der einzelnen Objektdetails. Das klass. R. enthält in einer ebenen Darstellung die Überlagerung der im Objekt räuml. hintereinander liegenden Details. Durch spez. Relativbewegungen von Röhre, Pat. u. Film lassen sich auch einzelne Körperebenen zur Darstellung bringen (Tomographie). Bei der Computertomographie entstehen Bilder von Körperquerschnitten aufgrund der Berechnung der Schwächungseigenschaften bei Durchstrahlung der in diesem Körperquerschnitt gelegenen Objektdetails. Den Schwächungskoeffizienten der einzelnen Details werden dann für die Bildwiedergabe Helligkeitswerte auf einem Fernsehmonitor zugeordnet, deren Registrierung photograph. erfolgt. Die Qualität eines R., d. h. seine Eignung für die Diagnostik, wird durch die Eigenschaften des Bilderzeugungssystems festgelegt. Die Haltbarkeit eines R. hängt ab von den Verarbeitungsbedingungen, insbes. dem Restthiosulfatgehalt, der nach der Wässerung in der Schicht verbleibt. Liegt er unterhalb von 0,15 g Natriumthiosulfat je 1 m2 doppelseitigen Röntgenfilms, so sind die Aufnahmen archivfähig (Haltbarkeit etwa 30 Jahre). Hohe Feuchtigkeit u. Temperaturen verkürzen die Haltbarkeitsdauer.

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