Schädelbrüche - Medizinlexikon

Folge der Einwirkung kinet. Energien auf den Kopf. Nach der Art der Gewalteinwirkung trennt man die direkt entstandenen Impressions- u. Biegungsbrüche von den indirekt verursachten Berstungsbrüchen. Nach der Lokalisation unterscheidet man: Gesichtsschädel-, Kalotten- u. Schädelbasisfrakturen mit evtl. Übergreifen der einzelnen Formen. Die Schädeldachbrüche (Kalotten- o. Konvexitätsbrüche) können in Biegungs- u. Berstungsbrüche aufgegliedert werden. Werden bei einem Biegungsbruch Fragmente unter Abdrängung der Dura mater bzw. des Gehirns nach innen verlagert, so handelt es sich um eine Impressionsfraktur. Bei den Biegungsbrüchen unterscheidet man: Lochbrüche, Splitter- o. Stückbrüche, Terrassenbrüche u. Globusbrüche. Diagnostik: Röntgenaufnahmen, neurol. Untersuchung. Ther.: abhängig, ob eine allg. o. örtl. Mitbeteiligung des Gehirns besteht. Geringe Eindellung u. fehlende Herdsymptomatik erfordern keine operative Behandlung. Stärkere Impressionen u. jede offene Fraktur müssen operativ versorgt werden. Die Frakturen der Schädelbasis sind meist Berstungsbrüche. 2 Hauptarten sind zu unterscheiden: frontorhinobasale Frakturen u. laterootobasale Frakturen. Jede dieser Formen kann zu spez. Komplikationen führen (Hirnverletzungen). Die intakte o. über einem Bruchspalt verletzte Haut u. Dura entscheiden über die Einordnung als geschlossene o. offene Fraktur.

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