Scheuermann-Krankheit - Medizinlexikon

Adoleszentenkyphose, Osteochondrosis deformans dorsi adolescentium, jugendl. Rundrücken; durch Wachstumsstörungen an der Wirbelkörper-Bandscheiben-Grenze, heute allg. zu den asept. Osteonekrosen gerechnete Erkrankung; vorwiegend in der mittleren u. unteren Brustwirbelsäule kommt es zur Ausbildung von unterschiedl. starken Keilwirbeln u. somit zur verstärkten Kyphose. In die Wirbelspongiosa eingedrungene, von einem sklerot. Saum umgebene Bandscheibenvorfälle geben das charakterist. Röntgenzeichen der Schmorl-Knorpelknötchen. Auftreten zwischen Pubertät u. Wachstumsabschluß. Befall der Lendenwirbelsäule selten. Erhebl. progn. Bedeutung, da die Veränderungen an der Wirbelkörper-Bandscheiben-Grenze (Osteochondrosis intervertebralis) u. der Rundrücken bestehen bleiben u. eine Verminderung der Belastbarkeit der Wirbelsäule bedingen. Abb.

Scheuermann-Krankheit mit intraspongiösem Diskusprolaps (Schmorl-Knorpelknötchen) im Bereich des 12. Brustwirbels bei einem 18jährigen Patienten, seitliche Röntgenaufnahme
Scheuermann-Krankheit mit intraspongiösem Diskusprolaps (Schmorl-Knorpelknötchen) im Bereich des 12. Brustwirbels bei einem 18jährigen Patienten, seitliche Röntgenaufnahme

© Elsevier GmbH, München

Zurück

Verwandte Artikel

  • Morbus Scheuermann

    juvenile kyphotische Entwicklungsstörung der Wirbelsäule bevorzugt bei Jungen zwischen 12 und 16 Jahren Rundrückenbildung besonders im thorakalen und thorakolumbalen Abschnitt

  • Morbus Scheuermann

    Als Scheuermannsche Krankheit bezeichnet man eine im Jugendalter aufretende Wachstumsstörung an Grund- und Deckplatten der Brust- und/oder Lendenwirbelsäule (BWS u/o LWS) mit teilfixierter vermehrter Kyphose.

© 2007 - 2012 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen