Schulter-Arm-Syndrom - Medizinlexikon

Synonyme: Schulter-Haut-Syndrom zervikobrachiales Syndrom

Sammelbegriff für hartnäckigen, zum Rezidiv neigenden Schmerzzustand im Nacken-, Schulter-, Arm- u. Handbereich, hervorgerufen durch absolute o. relative Überlastung. Oft stehen degenerative Veränderungen an der Halswirbelsäule im Hintergrund, die die Grenze der Belastbarkeit reduzieren. Langwirkende einförmige Belastungen (Stenotypistinnen) o. akute sportl. Überbelastung (Tennisellenbogen) fördern das Entstehen. Charakterist. sind Maximalpunkte der Schmerzen an den Muskelsehnenansätzen: Processus coracoideus, Tuberculum majus u. minus. Epikondylen des Humerus (chron. Epikondylalgie). Auslösung des Beschwerdekomplexes auch durch periphere Schädigung des Armplexus mögl.: z. B. Halsrippen (Naffziger-Syndrom), zu enge Skalenuslücke, Irritation des Plexus zwischen Klavikula u. erster Rippe. Im Handbereich Atrophie der Daumenballenmuskulatur u. Durchblutungsstörungen der Finger mögl.

© Elsevier GmbH, München

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