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Siebbestrahlung - Medizinlexikon
in der Strahlentherapie Anwendung eines mit Löchern von etwa 10 mm Durchmesser versehenen, nahezu strahlenundurchlässigen Stoffs (Blei, Bleigummi) im Bestrahlungsfeld. Durch diese Siebe entstehen nebeneinander sehr hoch u. sehr niedrig belastete Oberflächenbereiche. Der Dosisunterschied nimmt mit zunehmender Tiefe durch die Streustrahlung ab. Durch die Schonung des Gewebes unter den abgedeckten Stellen ist eine Regeneration der hoch belasteten Oberflächenbereiche (bis 25 000 rd = 250 Gy) durch Kapillareinsprossung aus den geschonten Gebieten mögl. Dadurch können Spätschäden weitgehend vermieden werden. Die S. wird in der konventionellen Tiefentherapie, aber auch bei 60Co- u. Elektronenbestrahlung angewendet.
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