Siedeeffekt - Medizinlexikon

Übergang von Körperwasser aus dem flüssigen Aggregatzustand in die Dampfphase bei extrem niedrigem Umgebungsdruck. Der S. beruht auf der Abhängigkeit des Siedepunkts einer Flüssigkeit vom atmosphär. Druck. In einer Höhe zwischen 19 u. 20 km beginnt das Wasser bei Körpertemperatur zu sieden. Zuerst bilden sich Wasserdampfblasen in den peripheren Regionen u. v. a. unter der Haut. Diese als Höhenemphysem bezeichnete Erscheinung ist durch Anschwellung der betroffenen Hautbezirke sowie durch eine typ. Krepitation bei Berührung gekennzeichnet. In der Luft- u. Raumfahrt verhindern die hermet. Kabinen sowie die Höhenschutzausrüstung das Entstehen des S. Ebullation.

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