Skelettszintigraphie - Medizinlexikon

nuklearmed. Untersuchungsverfahren. Funktionsmorpholog. Diagnostik des Skelettsystems mit osteotropen Radiopharmaka (99mTc-Phosphonate, z. B. Methylendiphosphonat, MDP) als Teil- o. Ganzkörper-Gammakameraaufnahmen bzw. SPECT (Emissionscomputertomographie) zum Nachweis lokaler Steigerung o. Verminderung (Osteolyse) des Knochenstoffwechsels. Renale Ausscheidung dient einer indirekten Nieren-Ureter-Beurteilung. Methode: stat. Szintigraphie frühestens 2–3 Std. nach i. v. Injektion des Radiopharmakons. Dynam. 3-Phasen-Szintigraphie. I. Phase: Perfusion 0–1 min post injectionem, II. Phase: Blutpool 2–5 min, III. Phase: Retention im Skelett 2–4 Std. post injectionem. Wird dd eingesetzt: Erhöhung aller 3 Phasen bei Entzündung, in der Frühphase einer Sudeck-Dystrophie, bei TEP-Lockerung. Interpretation mit Klinik u. Röntgen- o. CT-Aufnahmen. Ind.: prim. Knochentumor, Metastasenfrühdiagnostik (Monate vor röntgenpositiver Herdnachweis), Osteomyelitis, Arthritis, Frühdiagnose eines M. Bechterew, röntg. unklare Fraktur (Rippe, Ermüdungsfraktur), Pseudoarthrose, Endoprothesenlockerung (postoperativer Verlauf), asept. Knochennekrose, Myositis ossificans, Kindesmißhandlung. Vielfältige Artefakte u. a. bei Weichteiltumoren zu beachten. Abb.

Skelettszintigraphie. Ganzkörperskelettszintigraphie mit <sup>99m</sup>Tc-Methylendiphosphonat (MDP); multiple Skelettmetastasen (Brustbein, Rippen, Wirbelsäule u. Becken) eines Mammakarzinoms, linke Aufnahme von vorn, rechte von hinten
Skelettszintigraphie. Ganzkörperskelettszintigraphie mit 99mTc-Methylendiphosphonat (MDP); multiple Skelettmetastasen (Brustbein, Rippen, Wirbelsäule u. Becken) eines Mammakarzinoms, linke Aufnahme von vorn, rechte von hinten

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