Skoliose - Medizinlexikon

Verbiegung der Wirbelsäule in der Frontalebene, die durch Entstehung einer Keilform der Wirbelkörper u. Torsionsdeformität nicht voll korrigierbar ist. Durch die obligate Rotation der Wirbel im Krümmungsbereich kommt es an der Brustwirbelsäule konvexseitig zum Rippenbuckel u. an der Lendenwirbelsäule zum Lendenwulst. Einteilung der S. nach der Ätiopathogenese: 1. idiopath. S.: Ursache unbekannt, Entstehung meist vor dem 10. Lj. 80–90 % aller S.; 2. symptomat. S.: Entstehung auf dem Boden einer bekannten Grundstörung wie angeborener Wirbelfehlbildung, Lähmung der Rumpfmuskulatur, Narbenzug, asymmetr. Wirbelzusammenbrüchen, Beckenschiefstellung. Ther.: soweit mögl. Sanierung der Grundkrankheit. Krankengymnast. u. physiotherapeut. Maßnahmen zur Kräftigung der Rückenmuskulatur zur aktiven Korrektur der S. Rumpforthesen unterschiedl. Bauart je nach Lokalisation der Krümmung. Bei einem kleinen Prozentsatz ist in der Präpubertät u. Pubertät mit einer Zunahme der S. zu rechnen (Progredienz). Bei einem Skoliosewinkel ab 50° ist die operative Skoliosebehandlung indiziert: Fusionsoperation der Hauptkrümmung unter max. passiver Korrektur entweder von dorsal (z. B. Harrington-Instrumentation) o. ventral (transthorakal u./o. transabdominal, z. B. nach Zielke: ventrale Derotationsspondylodese, VDS). Säuglingsskoliose. Abb.

Skoliose
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