Sludge - Medizinlexikon

reversible Aggregation von Blutzellen (Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten) innerhalb von Blutgefäßen durch Verminderung der Suspensionsstabilität bei Änderung der Strömungsgeschwindigkeit, der Viskosität o. der elektr. Oberflächenladung (Sludged-Blood-Effekt). Klin. bedeutsam bei Zuständen mit Vermehrung der Makroglobuline u. entsprechender Viskositätssteigerung im Bereich der Mikrozirkulation, wie z. B. entzündl. Erkrankungen mit hohem Lipoprotein- u. Paraproteinblutspiegel, stumpfen Gewebetraumen, Verbrennungen u. als Schockphänomen. Die Viskositätsveränderung u. Zellaggregation reduzieren das Stromzeitvolumen bis zur lokalen Stase, Hypoxie u. Gewebeazidose. Bei Thrombozytensludge als Folge erhöhter Plättchenadhäsivität o.-aggregabilität wird aus den zerfallenden Plättchenaggregaten in der Lunge vermehrt Serotonin freigesetzt; es kommt zur Vasokonstriktion u. Erhöhung des pulmonalen Gefäßwiderstands. Maßnahmen, die den peripheren Hämatokritwert senken u. die Blutströmungsgeschwindigkeit steigern, lösen die Zellaggregationen wieder auf. Agglomeration.

winzige Cholesterinkristalle in der Gallenblase, die sich sehr langsam umlagern,. Verklumpter S. kann polypöse Veränderungen vortäuschen.

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