Spermatogenese - Medizinlexikon

Synonyme: Spermatogenesis Keimzellbildung

Bildung der männl. Gameten durch Reifeteilungen (Meiose) bis zum Stadium der Spermatide, von dem aus durch die Spermiogenese die Formbildung des Spermatozoon erfolgt. Stadien u. Zellformen: 1. Spermatogonie (Spermatogonium), Ursamenzelle; a) Spermatogonium A, unmittelbar der Basalmembran aufsitzende Zelle, die bereits embryonal u. auch zeitlebens mitot. proliferiert; b) Spermatogonium B, etwas lumenwärts liegende Zelle, die bereits in die 1. Reifeteilung eingetreten ist; 2. prim. Spermatozyt (Spermatocytus primarius), einwärts der Spermatogonie gelegen u. doppelt so groß wie diese, das Chromatin erinnert an das Knäuelstadium (Spirem) der Mitose; in ihm läuft die 1. Reifeteilung ab, deren Prophase ca. 3 Wochen dauert, daher ist diese Zellart häufig; 3. sekundärer Spermatozyt (Spermatocytus secundarius), aus 1 prim. sind 2 sek. Spermatozyten entstanden, die einen haploiden Chromosomensatz (22 + X o. 22 + Y) haben. Sie treten schnell in die 2. Reifeteilung ein, sind daher extrem selten zu sehen; 4. Spermatide (Spermatidium), kleine Zelle mit exzentr. Zellkern, die zu je 4 einen Keimzellklon bilden u. „eingetaucht“ in Sertoli-Zellen in die Spermiogenese eintreten. Abb. 1 u. 2.

Spermatogenese (Abb. 1)A: Spermatogonien; B: Spermatozyt I. Ordnung; C: Spermatozyt II. Ordnung und Spermatiden; D: Spermien
Spermatogenese (Abb. 1)A: Spermatogonien; B: Spermatozyt I. Ordnung; C: Spermatozyt II. Ordnung und Spermatiden; D: Spermien
Spermatogenese (Abb. 2). Histologischer Schnitt durch den Hoden, Eisenhämatoxylin-Chromotrop-Färbung; Keimepithel mit allen Zellstufen der S.
Spermatogenese (Abb. 2). Histologischer Schnitt durch den Hoden, Eisenhämatoxylin-Chromotrop-Färbung; Keimepithel mit allen Zellstufen der S.

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