Stäbchenzellen - Medizinlexikon

Epitheliocytus (neurosensorius) bacillifer; Lichtsinneszelle mit schlankem Zellfortsatz, die ein Innenglied (Segmentum internum) u. ein Außenglied (Segmentum externum) aufweist u. im Stratum neuroepitheliale der Retina liegt. Im Außenglied liegen 600–1 000 flache Scheiben (Discus membranaceus), auf denen der Sehpurpur (Rhodopsin) sitzt. Die Disci werden an der Spitze des Außenglieds ständig abgestoßen u. von den Zellen des Pigmentepithels (Stratum pigmentosum retinae), in deren Membraninvaginationen das Außenglied hineinragt, phagozytiert. Außen- u. Innenglied sind durch eine Flimmer miteinander verbunden. Der Zelleib (Corpus epitheliocyti neurosensorii) liegt mit Zellkern im Stratum nucleare externum, sein zweiter Fortsatz (Processus preterminalis) bildet im Stratum plexiforme externum einen Endkolben (Spherula terminalis epitheliocyti bacilliferi), an denen die Dendriten der bipolaren Nervenzellen (Neuronum bipolare) synapt. beginnen. Zahl: ca. 120 Mio. Funktion: Dämmerungssehen.

© Elsevier GmbH, München

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