Stansfeld-Webb-Sediment - Medizinlexikon

quantitative Bestimmung von Leukozyten bzw. Erythrozyten im unzentrifugierten Harn. Zwei beliebige Zählkammern werden mit gut durchmischtem Sammelharn (Sammelperiode 1 h) gefüllt u. ausgezählt. Die Angabe der Zellen erfolgt in Anzahl pro 24 h. Normalwerte: Erythrozyten: 0–1,5 Mill./24 h, Leukozyten: 0–3 Mill./24 h. Ausscheidung von 4,5 Mill. Leukozyten, 2,5 Mill. Erythrozyten u. 2 000 Zylindern in 24 h gilt als pathol. Klin. Bedeutung bei aszendierenden Harnwegsinfekten, Pyelonephritis u. chron. Nephritis. Wichtig für Überwachung chron. Nierenkranker. Vorteil dieser Methode gegenüber dem Addis-Sediment ist die höhere Stabilität der Zellen. Dadurch keine Fehler durch Zellzerfall während der Zentrifugation.

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