Syndrom, manisches - Medizinlexikon

psychopatholog. Syndrom mit Antriebssteigerung, beschleunigtem Gedankengang bis zur Ideenflucht, Größenideen, die wahnhafte Ausmaße erreichen können, u. oft gehobener, euphor. Stimmung (dysphor. Stimmung bei gereizter Manie). I. d. R. bestehen ausgeprägte Schlaf- u. Konzentrationsstörungen. Im Zuge einer sympt. Kritikminderung der Pat. kommt es häufig zu übereilten Entschlüssen, interpersonellen Konflikten o. unüberlegten finanziellen Entscheidungen, die in eine Eigengefährdung der Pat. münden können. Vorkommen: bei der manisch-depressiven Krankheit, schizoaffektiven Psychosen, z. T. auch bei Schizophrenien u. symptomat. Psychosen. Ther.: Gabe hochpotenter Neuroleptika (z. B. Haloperidol) bei starker Erregung in Kombination mit niederpotenten Neuroleptika o. Benzodiazepinen. Sofern keine Kontraindikationen bestehen, wird bei m. S. i. R. man.-depressiver Erkrankungen o. schizoaffektiver Psychosen eine frühzeitige Lithiumeinstellung empfohlen. Engmaschige psychotherapeut. Betreuung (Krankheitsverarbeitung). M. S. führen i. d. R. zur Aufhebung der Geschäftsfähigkeit, so daß im man. Zustand getroffene Entscheidungen grundsätzl. anfechtbar sind. Denkstörungen.

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