T-Lymphozyten - Medizinlexikon
eine der beiden in mehrere Subpopulationen unterteilbaren Hauptkomponenten des Säugerlymphozytenpools (etwa 70–75 % der Gesamtlymphozyten). Entwicklung erfolgt aus der Knochenmarkstammzelle unter Einfluß des Thymus (Thymozyt). T. realisieren im Prozeß der Immunabwehr die zelluläre Immunität (Funktion als Killerzellen, Helferzellen u. Suppressorzellen). Eine 4. Subpopulation der T-Zellen gilt als Initiatorzellen der Antigenerkennung. Zytotox. Aktivität gegenüber Targetzellen (Killerzellfunktion) erfolgt direkt (Zell-zu-Zell-Kontakt) o. über Antikörper- bzw. Makrophagenvermittlung. T-Zellen werden aufgrund best. Oberflächenmarker u. Rezeptoren von den B-Lymphozyten sowie den Nullzellen abgegrenzt (Cluster of Differentiation). Die T-Zell-Subpopulationen unterscheiden sich durch best. Rezeptoren (Suppressorzellen tragen Fc-Rezeptoren für Gamma-, Helferzellen Fc-Rezeptoren für ?-Kette). T. tragen auf ihrer Oberfläche ferner die Genprodukte best. Allele des Majorhistokompatibilitätslokus (HLA-A, HLA-C, HLA-B) sowie im sensibilisierten Zustand auch die des DR-Lokus (Lymphozytentransformation). Sonderfall der Transformation stellt die Lymphozytenmischkultur dar, bei der die T. bzw. eine Subpopulation die antigenerkennenden Zellen darstellen. Den Genprodukten des A- u. B-Lokus wird eine Beteiligung an der Antigenerkennung in der Mixed lymphocyte reaction (MCL) zugeschrieben. Die Oberflächenimmunglobuline sind an der Antigenwiedererkennung durch sensibilisierte Zellen wesentl. beteiligt.
© Elsevier GmbH, München
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