Tabakrauchen - Medizinlexikon

gesundheitsschädigende Verhaltensweise. Begünstigt Entstehen von Bronchialkarzinomen, chron. Bronchitis u. chronisch vesikulärem Lungenemphysem, spielt eine wesentl. Rolle im Ursachengefüge der Herz-Kreislauf-Krankheiten, bes. des Herzinfarkts u. peripherer arterieller Durchblutungsstörungen. Arbeitsunfähigkeit, Frühinvalidität u. Frühsterblichkeit werden in erhebl. Umfang von Krankheiten bestimmt, die durch das T. mitverursacht o. begünstigt werden. Unter den mehr als 2 000 chem. Substanzen des Tabakrauches sind v. a. das Nikotin, Kohlenmonoxid u. kanzerogene Substanzen von Bedeutung. Die Weltgesundheitsorganisation fordert nationale Strategien zur Förderung des Nichtrauchens mit dem bes. Akzent der erzieher. Beeinflussung der Jugend u. der Unterbindung jegl. Werbung für Tabakerzeugnisse. Hauptaufgabe ist die Förderung des Nichtrauchens als anerkannte Verhaltensnorm mit den Schwerpunkten 1. Schutz der Kinder u. Jugendlichen vor der Gefährdung durch T. u. ihre Erziehung zu gesunder Lebensführung, 2. Verhütung gesundheitl. Schädigungen u. Belästigungen durch Rauchen in Betrieben u. Einrichtungen, 3. gesundheitl. Beratung von Pat. über das Rauchen als Risikofaktor sowie die Unterstützung bei der Entwöhnung vom Rauchen. Da eine untere krit. Grenze der Schädlichkeit nicht festgelegt werden kann, muß beim T. stets von Mißbrauch gesprochen werden (Genußmittelmißbrauch).

© Elsevier GmbH, München

Zurück

© 2007 - 2011 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen