Taenia saginata - Medizinlexikon
Rinderfinnenbandwurm des Menschen. 4–10 m lang, 1,5 cm breit, 1 200–2 000 Glieder, ohne Rostellum u. Hakenkranz am Skolex mit 4 Saugnäpfen, Uterus mit zahlreichen, wenig verästelten Abzweigungen. Adulter T. s. im Dünndarm des Menschen (Endwirt), hohe Lebenserwartung (bis 30 Jahre), sehr starke Reproduktionsquote: tgl. Absetzen von 1–5 Proglottiden, von denen jede durchschnittl. 100 000 Eier enthält. Durch Zerfall dieser Proglottiden werden die Eier frei u. können vom Zwischenwirt Rind mit dem Futter aufgenommen werden. Im Rind schlüpft aus den Eiern eine Larve (Oncosphaera), die in die Muskulatur wandert, sich festsetzt u. sich zur bläschenartigen Finne (Cysticercus bovis) entwickelt. Finne (Cysticercus bovis) in Muskulatur, auch in anderen Organen des Rindes. Infektion des Rindes direkt (Mensch – Rind) o. indirekt (Mensch – verunreinigtes Futter o. Tränkwasser – Rind); Infektion des Menschen direkt v. a. über rohes bzw. ungenügend gebratenes o. gekochtes Rindfleisch. T. s. ist kosmopolit.; in Mitteleuropa derzeit häufigster Bandwurm des Menschen. Abb.
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