Technetium - Medizinlexikon

chem. Symbol Tc; Ordnungszahl 43; relative Atommasse 97. Das Element T. kommt in der Natur nicht vor. Es ist ein künstl. Radionuklid aus der Gruppe VII B der Übergangselemente (silbergraues Metall). Es gibt 16 radioaktive Technetiumisotope (Isotop). Das in der Nuklearmedizin heute universell eingesetzte 99mTc entsteht aus dem Mutter-Radionuklid Molybdän-99 (99Mo), das mit einer physikalischen Halbwertszeit von 6 h in 99Tc übergeht unter Aussendung einer monoenerget. Gammastrahlung von 0,140 MeV (radioaktiver Zerfall). Es wird in der Klinik aus einem Generatormelksystem (Radionuklidgeneratorsystem) tgl. eluiert u. zur Markierung von zahlreichen Radiopharmaka eingesetzt, mit denen heute die Darstellung nahezu aller Organe mögl. ist (Erythrozytenmarkierungsverfahren). Im Eluat liegt es in siebenwertiger Form als Natrium-Pertechnetat (Na99mTcO4) vor. Vor der Markierung wird es mit Hilfe von Reduktionsmitteln (z. B. Zinnchlorid) in niederwertigere Stufen überführt. Universeller Einsatz wegen seiner kernphysikal. Eigenschaften: kurze physikalische Halbwertszeit erlaubt die Applikation hoher Aktivitäten (optimale Meßstatistik); die Gammaenergie erlaubt, mit Hilfe von Spezialkollimatoren ein gutes geometr. Auflösungsvermögen, d. h. eine detailgetreue szintigraph. Darstellung zu erlangen.

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