Therapie, endolymphatische - Medizinlexikon

Bestrahlung des abdominellen Systems durch Infusion von Radiopharmaka. Nachdem eine Lymphszintigraphie über die Speicherfähigkeit des abdominellen Lymphsystems orientiert, wird nach Freipräparation eines Lymphgefäßes auf dem Fußrücken 131I-Lipoidol, 32P-Chromphosphat o. 32P-Trioctylphosphat bzw. eine Kombination beider Radiopharmaka mit einer Infusionspumpe infundiert. Der Therapieeffekt wird durch die Betastrahlung des 32P bzw. 131I erreicht. Ind.: bei Systemerkrankungen (Lymphogranulomatose, Non-Hodgkin-Lymphome sowie von Tumormetastasen). Vorteil: Erzielung hoher Herddosen (0,5–3 000 Gy unter Schonung des umgebenden Gewebes). Nachteil: geringe Reichweite der Betastrahlung (131I: ~ 2 mm, 32P ~ 8 mm) im Gewebe. Bei größeren Lymphknotenherden ist eine Kombination mit perkutaner Bestrahlung erforderl.

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