Thrombus - Medizinlexikon

Blutpfropfbildung, durch intravitales u. intravasales Festwerden von Blut. 1. Weißer, Abscheidungs- o. Agglutinationsthrombus (als Korallenstock- o. geschichteter T.), durch prim. Aggregation von Thrombozyten mit sek. Fibringerinnung; 2. roter, Gerinnungs- o. Koagulationsthrombus, entsteht im stagnierenden Blut durch prim. Fibringerinnung; häufig beide Formen als gemischter T. (roter Kopf- u. weißer Schwanzteil); 3. seltene Formen sind der hyaline T. (in Kapillaren) u. der sept. T. (meist in Venen). T. können in allen Blutgefäßen u. im Herzen entstehen. In Gefäßen können sie das Lumen völlig (obturierende T.) o. nur teilweise (wandständige T.) verschließen. Folgen u. Komplikationen bestehen in art. Durchblutungsstörungen, passiver Hyperämie u. Embolie, Thromboembolie. Sie können am Entstehungsort durch Granulationsgewebe organisiert werden, Verkalkung o. Erweichung zeigen. Phlebothrombose.

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