Tokolyse - Medizinlexikon

medikamentöse Bremsung der Wehentätigkeit. Hauptanwendungsgebiet während der Schwangerschaft bei drohender Frühgeburt infolge vorzeitiger Wehentätigkeit. Zur Anwendung gelangen Betasympathikomimetika (Partusisten, Dilatol), welche durch Erregung der Betarezeptoren am Uterusmuskel dessen Erschlaffung herbeiführen. Eine Wehenhemmung ist durch Indometacin (Metindol) zu erreichen, ebenso durch Salicylate, welche auf dem Weg über die Hemmung der Prostaglandinsynthetase im gleichen Sinne wirken. Ergänzt wird die T. durch Bettruhe u. sedierende Maßnahmen. Nebenwirkungen der Präparate u. U. erhebl. (Kreislauf, Leberfunktion). Unter der Geburt kann mit Hilfe von kurzfristiger hochdosierter Gabe durch die Akuttokolyse die Wehentätigkeit kurzfristig unterbrochen u. dem Kind Gelegenheit zur Erholung gegeben werden.

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