Tomographie - Medizinlexikon

Synonyme: Planigraphie Stratigraphie

Röntgenaufnahmeverfahren, das eine in der Dicke u. Tiefenlage wählbare Körperschicht weitgehend frei von Überlagerungen durch Strukturen, die außerhalb der Schichtebene liegen, darzustellen gestattet (Schichtaufnahmeverfahren). Die unterschiedl. Bez. sind histor. bedingt u. rühren von Gerätenamen her. Das Prinzip der T. beruht auf der Verwischung aller unter o. über der abzubildenden Körperschicht liegenden Strukturen durch eine gekoppelte Bewegung von Röhre u. Film. Das Objekt bleibt meist unbewegt. Nur die Strukturen der in der Nähe der Drehpunktebene liegenden Schicht werden dabei scharf abgebildet. Je größer der Abstand der Objektdetails von dieser Ebene, desto stärker werden sie verwischt. Durch Verlagerung der Drehpunktebene kann die gewünschte Schichttiefe (Lage der abzubildenden Ebene), gewählt werden. Je größer der Schichtwinkel ist, desto kleiner ist die Dicke der abgebildeten Objektschicht (Schichtdicke). Neben geradliniger Röhrenbewegung (lineare Verwischung) sind mehrdimensionale Bewegungsformen übl. Gebräuchl. sind Kreis, Ellipse, Hypozykloide u. Spirale. Die Bewegungsform beeinflußt die Verwischung u. die Aufnahmedauer. Kompliziertere Bewegungsformen erfordern längere Zeiten. Allg. liegen die Aufnahmezeiten im Bereich einiger Sekunden; das ist ein Vielfaches der in der Röntgendiagnostik i. a. übl. Zeiten. Die auf Verwischung beruhende T. bildet i. a. Ebenen parallel zur Längsachse ab (Longitudinalschicht). Die techn. ebenfalls seit Jahrzehnten realisierte Transversaltomographie hat sich in der ursprüngl. Form wegen ungenügender Abbildungsgüte nicht durchgesetzt. Sie wird heute ausschließl. als Computertomographie durchgeführt. Abb.

Tomographie. Funktionsschema
Tomographie. Funktionsschema

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