Trägerelektrophorese - Medizinlexikon

elektrophoret. Methoden, bei denen im Ggs. zur „freien Elektrophorese“ die Trennung in einer inerten Trägersubstanz durchgeführt wird. Die Trennung beruht auf der elektrophoret. Mobilität amphoterer Substanzen im elektr. Gleichspannungsfeld (Elektrophorese). Unter der ständig steigenden Zahl von Trägersubstanzen sind gegenwärtig von Bedeutung: Zelluloseacetatfolien, Agargel, Agarosegel, Stärkegel, Polyacrylamidgel, Papier sowie hochmolekulare vernetzte Dextrane. Die Wahl der Trägersubstanz ist jeweils in Abhängigkeit vom Trennproblem zu entscheiden. So werden z. B. für analyt. Fragestellungen bevorzugt eingesetzt: Polyacrylamidgel (auch als Diskelektrophorese) zum Nachweis der Homogenität eines best. Präparats, Agarosegel für die semiquantitative Beurteilung der Serumeiweißkörper, Zelluloseacetatfolien (früher Papier) zur quantitativen Bestimmung der Serumeiweißfraktionen, Stärkegelelektrophorese zum Nachweis der Haptoglobintypen u. Agargel für die Immunelektrophorese. Für präparative Aufgaben werden dagegen u. a. Dextrane, Glaspulver, Stärke o. Kohle als Trägersubstanz benutzt.

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