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Treponematosen, nichtvenerische - Medizinlexikon
Gruppe von klin. differenten Krankheitsbildern, deren Erreger Treponemen sind. Teilweise wird angenommen, daß die versch. klin. Syndrome ledigl. bes. Verlaufsformen nur einer Infektionskrankheit des Menschen sind. Nach klin. u. epidemiol. Aspekten werden unterschieden: 1. epidem., nichtvener. Syphilis (Lues): Bejel, Njovera. Durch extragenitalen Schmierkontakt meist im Kindesalter erworbene, im Vorderen Orient, östl. Mittelmeerraum u. Ostafrika endem. n. v. T. Erreger Treponema pallidum. Im Frühstadium finden sich Sekundärpapeln an perianaler, perigenitaler, perioraler u. perinasaler Haut-Schleimhaut-Grenze. Generalisiertes papulomakulöses Exanthem, häufig Schleimhaut mitbeteiligt. Im Spätstadium tuberöse, ulzeröse u. gummöse Läsionen an Haut, Schleimhaut, Knochen u. Gelenken. Diagn. durch Nachweis der Treponemen aus aktiven Läsionen mittels Dunkelfelduntersuchung, serol. Reaktionen. Ther. Penicillin. 2. Frambösie. 3. Pinta: Carate, endem. Hauterkrankung in trop. Ländern Mittel- u. Südamerikas, übertragen durch direkten Kontakt, Kinder u. Jugendliche bes. betroffen. Erreger: Treponema carateum. Nach Inkubationszeit von 3 Wochen papulöse Primärläsion. Mehrere Monate später papulomakulöse Sekundäreffloreszenzen (Pintide). Nach Jahren Spätstadium mit atroph. u. hyperkeratot. Hautveränderungen u. Pigmentschwund. Diagn. durch Erregernachweis. Ther. Penicillin.
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