Tuba uterina - Medizinlexikon

Synonyme: Tuba Falloppii

Eileiter. Anat. Hohlorgan, welches nach dem Follikelsprung die Eizelle aufnimmt, ggf. eine Befruchtung ermöglicht u. den Keimling in die Gebärmutter gelangen läßt. Die von Peritoneum umhüllte T. u. hat eine Länge von 10–15 cm u. eine Dicke von etwa 0,5 cm. Von kranial nach kaudal besteht sie aus den Abschnitten Ampulla tubae uterinae, Isthmus tubae uterinae u. Pars uterinae. Die dem Ovar benachbarte Öffnung, Ostium abdominale, ist zur Aufnahme der Eizelle trichterförmig erweitert (Infundibulum). Am freien Rand sitzen mehrere Fortsätze, Fimbriae. Der Übergang in die Gebärmutterhöhle heißt Ostium uterinum tubae uterinae. Histol. Die Wand des Eileiters besteht aus folgenden Schichten, die in den Ampullae tubae uterinae am besten entwickelt sind: 1. Tunica mucosa, besteht aus einem einschichtigen Säulenepithel mit Flimmerepithelzellen (Epitheliocyti ciliati) u. Drüsenzellen (Epitheliocyti microvillosi) sowie der bindegewebigen, drüsenfreien Lamina propria. Das während der Proliferationsphase der Uterusschleimhaut (Uterus) gut entwickelte Flimmerepithel erzeugt einen Sekretstrom in Richtung zum Uterus. Während der Sekretionsphase nehmen die Drüsenzellen im Tubenepithel zu. Sehr schmale Zellen (Stiftchenzellen) werden als erschöpfte Drüsenzellen angesehen. 2. Die Tunica muscularis besteht aus einem innen gelegenen Stratum circulare u. einem äußeren Stratum longitudinale, wobei auch schräg verlaufende, glatte Muskelzellen existieren. Nach außen folgt die sehr dünne Tela subserosa, die von einem einschichtigen Peritonealepithel (Tunica serosa) bedeckt ist. Abb.

Tuba uterina. Histologischer Schnitt, Azanfärbung; die Schleimhaut bildet ein Labyrinth mit spaltförmigem Lumen.
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