Tuberkulinreaktion - Medizinlexikon

In-vivo-Reaktion des Tuberkulins mit zellgebundenen, gegen die Tuberkulosebakterien gerichteten Antikörpern. Nach streng intrakutaner Tuberkulininjektion kommt es zunächst zu einer unspezif. Lokalreaktion, die nach 5–10 h verschwindet. Beim Vorhandensein von zellulären Antikörpern bildet sich nach 36–72 h ein tastbares Infiltrat aus, das lymphozytäre Elemente, Epitheloidzellen u. Langhans-Riesenzellen enthält. Infiltrate mit mehr als 6 mm Durchmesser zählen als pos. T. Bei überschießender T. kann es zur Blasen- o. Ulkusbildung kommen. Eine pos. T. zeigen Personen, die eine Tuberkulose durchgemacht haben o. erfolgreich mit Bacillus Calmette-Guérin geimpfte Personen. Die T. kann intrakutan (Mendel-Mantoux-Tuberkulinprobe), kutan (Pirquet, Skarifikation), perkutan (Moro, Pflasterprobe) o. als Konjunktivalreaktion (Calmette) ausgelöst werden.

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