Übersprungshandlung - Medizinlexikon
situationsinadäquate, deplazierte Instinktbewegung, die nicht dem jeweiligen Verhaltensablauf entspricht u. einem anderen Funktionskreis des Verhaltens angehört, z. B. das Übersprungspicken kämpfender Haushähne o. das Scheinäsen von Rehen vor einer mögl. Flucht. In diesem Sinne wird als Ü. ein Verhalten des Menschen bezeichnet, bei dem er vor einer Konfliktsituation steht u. sich aktuell nicht zu entscheiden vermag, z. B. das Hinter-dem-Ohr-Kratzen als Verlegenheitsgeste usw.
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