Urämiegifte - Medizinlexikon

Das eigentl. U. ist nicht bekannt. Auf der Suche nach dem Toxin wurden viele Substanzen im Serum erhöht gefunden, denen man eine Bedeutung bei der Entstehung der uräm. Sympt. beimißt (Harnstoff, Kreatinin, Harnsäure, Mittelmoleküle, Guanidinbernsteinsäure, Methylguanidin, Indoxylschwefelsäure, Phenole, Kresole, zykl. Adenosinmonophosphat u. a.). Auch das Parathormon wird zu den U. gerechnet. Die Retention der H +-Ionen u. die Störungen im Elektrolythaushalt werden ebenfalls für spezif. uräm. Sympt. verantwortl. gemacht. Es ist z. Z. keine Substanz bekannt, auf die sich alle metabol. Störungen in der Urämie zurückführen lassen. Die Urämie wird deshalb derzeit als komplexes, multifaktorielles Geschehen angesehen.

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