Ureteratonie - Medizinlexikon

1. infektiöse Weitstellung des gesamten Harnleiters u. meistens auch des Nierenbeckenkelchsystems, oft beidseitig infolge infektionsbedingter o. tox. Schädigung der nervalen Elemente des Nierenbeckens u. des Harnleiters. Folge: verzögerter Harntransport bzw. verlangsamter Abfluß. Kann irreparabel werden u. zu Hydronephrose führen. Entstehungsweg a) deszendierend, hämatogen u. bei schwerer Fokalinfektion; b) aszendierend entweder intrakanalikulär (schwere Zystitis) o. (wahrscheinl. öfter) lymphogen (Prostatitis). 2. Neurogen, segmental: abschnittweise Atonie des untersten Harnleiterabschnitts u. des Nierenbeckens. 3. Hormonell: vorübergehend während der Gravidität.

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