Ureterstenose - Medizinlexikon
Einengung des Harnleiters mit konsekutiver Aufstauung des darüberliegenden Abschnitts des ableitenden Harnsystems, also des oberen Harnleiters u. des Nierenbeckenkelchsystems. Ursachen: 1. prim., angeborene U.: a) Harnleitermündungsenge (Ostiumstenose), b) Ureterozele, c) subrenale Stenose (Ureterabgangsstenose o. Ureterabgangsenge), d) Klappenbildung; 2. sek. entstandene, erworbene U.: a) Kreuzung eines aberrierenden o. akzessor. Gefäßes (Gefäßabdrosselung, Polarterien), nicht selten bei übernormal bewegl. Niere (Kippniere), b) ulzerierende Ureteritis (Harnleiterwandschädigung durch Stein), c) Periureteritis mit Retroperitonealfibrose, Ormond-Erkrankung, retroperitoneale Fibrose, d) Zustand nach Appendizitis o. Adnexitis (auch nach operativer Sanierung), e) Folge von Strahlenbehandlung von (gyn.) Karzinomen (Strahlenstenosen), f) nach Operationen am o. in der Nähe des o. der Harnleiter, g) nach Steinabgängen o. instrumentellen Harnleitersteinentfernungen, h) durch Blasen- o. Prostatatumoren, Tuberkulose.
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