Varicella-Zoster-Virus - Medizinlexikon

Synonyme: VZV

Herpesvirus der Subfamilie Alphaherpesvirinae, Erstisolierung 1953. Erreger von Varizellen (Windpocken) u. Zoster. VZV ist weltweit beim Menschen verbreitet. Aerogene Übertragung (Tröpfchen) u. Kontaktübertragung (Bläscheninhalt). Primärinfektion, meist im Kindesalter, führt in ca. 70–95 % nach einer Inkubationszeit von 10–21 Tagen zur Primärerkrankung (Varizellen, Windpocken). Viren gelangen zentripetal in sensor. Ganglien u. etablieren eine latente Infektion (Latenz). Die Durchseuchung der Bevölkerung mit VZV liegt bei über 90 %. Virusreaktivierung mit Rezidiverkrankung (Herpes zoster, Zoster) nach Inkubationszeit von 1–3 Wochen in 10–20 % (mit zunehmendem Alter ansteigend) der latenten Infektionen. Krankheiten: Varizellen (Windpocken), Herpes zoster (Zoster), Varizellenembryopathie (Embryopathien, Fetopathien). Bei immungeschwächten Pat. (bei immunsupprimierender Ther., Tumorerkrankungen, AIDS) häufig schwere Krankheitsbilder mit ausgedehnten Hautläsionen (ca. 25 %) u. Beteiligung innerer Organe wie Leber, Lunge, Gehirn, Magen-Darm-Trakt (ca. 30 %), hohe Letalität.

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