Villi intestinales - Medizinlexikon

Synonyme: Darmzotten

fingerförmige Ausstülpungen der Dünndarmschleimhaut in das Lumen, ca. 0,2–1,2 mm lang. Struktur: 1. einschichtiges Säulenepithel mit zwei Zellarten: a) Saumzellen (Epitheliocytus columnaris villi) mit einem Bürstensaum (Limbus striatus) aus Mikrovilli, b) Becherzellen (Exocrinocytus caliciformis); 2. retikuläres Bindegewebe der Lamina propria (Stroma villi); 3. einzelne, von der Lamina muscularis mucosae abgesprengte glatte Muskelzellen (Myocyti villi); 4. in der Achse ein Lymphgefäß (Vas lymphaticum centrale); 5. peripher je eine Arteriole u. Venole, dazwischen ein subepitheliales Kapillarnetz. Füllung der Blutgefäße führt zur Zottenerektion, Kontraktion der Myocyti verkürzt sie u. entleert das Lymphgefäß (Zottenpumpe). Die V. i. stellen eine Oberflächenvergrößerung dar im Dienste der Resorption. Abb.

Villi intestinales. Histologischer Schnitt durch das Jejunum, Eisenhämatoxylin-Färbung; Zottenstroma (retikuläres Bindegewebe), überzogen von einschichtigem Säulenepithel
Villi intestinales. Histologischer Schnitt durch das Jejunum, Eisenhämatoxylin-Färbung; Zottenstroma (retikuläres Bindegewebe), überzogen von einschichtigem Säulenepithel

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