Wasserepidemie - Medizinlexikon

Epidemie mit Wasser als Übertragungsfaktor (Infektionserregerübertragung). Die fäkale Verunreinigung des Wassers führt immer dazu, daß verschiedenste Infektionserreger ins Wasser gelangen u. nach Aufnahme Krankheiten mit unterschiedl. Zeitabstand entspr. den versch. Inkubationszeiten verursachen. Die W. verläuft deshalb typ. in getrennten Wellen. Die Vorwelle (eine Enterokolitis- u. Ruhrgastroenteritiswelle) o. „Wasserkrankheit“ entwickelt sich 2–3 Tage nach der Wasserverunreinigung. Erkrankungen mit längerer Inkubationszeit entwickeln sich später: die Cholerawelle 5–9 Tage o. die Typhuswelle 14–21 Tage nach der Wasserverunreinigung. Die W. ist bei Verunreinigung zentraler Wasserleitungssysteme eine Explosivepidemie.

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