Wasserstoffbrückenbindung - Medizinlexikon

wichtige strukturstabilisierende, nichtkovalente Bindung in Proteinen, Nukleinsäuren u. a. Molekülen. Die W. entsteht zwischen zwei Molekülen o. Molekülgruppen, wenn sich ein Wasserstoffatom zwischen zwei elektronegativen Atomen, z. B. zwischen zwei O-Atomen o. zwischen einem N- u. einem O-Atom, befindet. In Proteinen ist die Ausbildung einer W. dann gegeben, wenn sich eine NH-Gruppe u. eine C=O-Gruppe einander gegenüberstehen. W. sind an der Ausbildung der höheren Strukturen der Proteine (Sekundärstruktur, Tertiärstruktur, Quartärstruktur) u. Nukleinsäuren (DNA-Doppelhelix) beteiligt. Eine Auflösung von W. führt zur Denaturierung des Makromoleküls.

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