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Weichteilgewebeverkalkung - Medizinlexikon
Ausfällung von Kalziumsalzen in Weichteilen beim Hyperparathyreoidismus mit beginnender Niereninsuffizienz. Ist die Nierenfunktion noch normal, kommt es trotz des erhöhten Kalziumspiegels seltener zur Ausfällung von Kalksalzen u. dann meist in vorgeschädigte Gewebe, z. B. durch Traumen, weil die dann noch vorhandene gesteigerte Phosphaturie einen Anstieg des Serumphosphats u. damit das Überschreiten des Löslichkeitsprodukts für Kalzium u. Phosphat verhindert. Bevorzugte Organe für Kalkablagerungen sind Kornea (Bandkeratitis), Konjunktiva u. Gelenkkapseln, auch Haut (Kalkpanzerhaut, Kalkgicht), Herzmuskel u. Lungen können befallen werden. Beim Hypoparathyreoidismus treten trotz niedriger Kalziumwerte im Blut Kalkablagerungen auf. Möglicherweise spielt hierbei der durch den Wegfall der phosphatur. Wirkung des Parathormons erhöhte Phosphatspiegel im Blut eine Rolle u. trägt zur Überschreitung des Löslichkeitsprodukts bei. Hier finden sich v. a. Tetaniestar u. Verkalkungen in den Basalganglien sowie dem Kleinhirn, die vermutl. zur geistigen Retardierung der betroffenen Pat. beitragen.
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