Wolff-Transformationsgesetz - Medizinlexikon

ein von J. Wolff 1892 in dem Werk „Das Gesetz der Transformation der Knochen“ formulierter, auf der Lehre des Anatomen K. F. Wolff, 1759, basierender Grundsatz, daß ein Knochen in zwei nicht frakturspezif. Phasen heilt. Die erste Phase ist als Entzündungs- u. Verkittungsprozeß, die zweite als Transformierungsprozeß charakterisiert. Im Ergebnis der zweiten Phase steht der Abbau des Entzündungsprodukts Kallus u. die Transformation der ungeordneten Knochenstruktur in Anpassung an die jeweilige stat. u. dynam. Belastung. Das W. fand exp. u. klin. vielfach seine prinzipielle Bestätigung. Z. B. gehen die Umwandlung von Spongiosa in Kortikalis (Kortikalisierung der Spongiosa bei Spongiosaplastik) sowie die Achsenkorrektur am wachsenden Knochen auf das W. zurück.

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