Wundinfektion - Medizinlexikon

Eindringen u. Vermehrung von Infektionserregern in eine Wunde nach Verletzung, Verbrennung o. Operation. Unspezif. W.: je nach Sitz der Wunde (u. dem umgebenden Krankenhausmilieu) Eitererreger wie Staphylokokken, Streptokokken, Koli-, Proteus-, Pyozyaneusbakterien, anaerobe Mischinfektionserreger, z. B. Peptostreptokokken, Veillonellen, Bacteroides-Arten. Häufigkeit: asept. Operationen 3–5 % (nosokomiale Infektion), bedingt asept. Operationen 10–20 %, sept. Operationen 30–60 %. Primär-spezif. W.: Tetanusklostridien, Gasödemklostridien. Sek.-spezif. W.: Wunddiphtherie, Wundscharlach. Außerdem wird zwischen pyogenen W. (eitrigen W.), putriden W. (jauchigen W.), anaeroben W. u. aeroben W. sowie gemischten W. unterschieden.

© Elsevier GmbH, München

Zurück

Verwandte Artikel

  • Honig zur Wundheilung

    Forscher der Universität Bonn berichten, dass medizinischer Honig eine effektive Alternative zu Antibiotika dar stellt. Selbst chronische Wunden welche mit multirestistenten Bakterien infiziert waren sind innerhalb weniger Wochen geheilt. Kinderärzte aus Bo...

  • Katzenbiss Infektion / Wundversorgung

    Katzenbisse können Infektionen hervorrufen. Da eine Katze sehr spitze Zähne besitzt welche sich in die Haut bohren können, ist ein Katzenbiss gefährlich, da an den Zähnen der Katze krankmachende Erreger hängen könnten. Um eine Katzenbiss Infektion zu verhin...

  • Chronischer Botulismus – neue Erkrankung bei Mensch und Tier?

    Chlostridium botulinum heißt das Bakterium, es wächst am besten ohne Zufuhr frischer Luft („anaerob“) und produziert ein hochwirksames Gift, das „Bolutinumtoxin“. Mit einem Gramm diesen Gifts soll man eine Million Menschen töten können. Botulinumtxoin wird ...

© 2007 - 2012 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen