Xeroradiographie - Medizinlexikon

Synonyme: Elektroradiographie

Anwendung der Xerographie bei der Erzeugung von Röntgenbildern. Es handelt sich um ein Aufzeichnungsverfahren für Röntgenstrahlen, das ohne die übl. photograph. Schichten arbeitet. Die Exposition erfolgt auf eine 100–400 ?m dicke, auf eine Aluminiumplatte aufgedampfte Selenschicht. Die X. ist in den letzten Jahren bei zahlreichen Untersuchungsarten erprobt worden, hat aber nur eine sehr begrenzte Verbreitung, überwiegend in der Weichteildiagnostik gefunden. Die Gründe dafür sind: 1. Empfindlichkeit der Platten bleibt erhebl. hinter der Empfindlichkeit von Röntgenfilmen mit Verstärkerfolien zurück (erforderl. Dosis an der Platte > 10 mR, gegenüber 0,3–1 mR bei Film-Folien-Kombinationen). 2. Die erreichbare Abbildungsgüte hängt stark von Entwicklung u. Fixierung ab, Artefakte sind sehr häufig. 3. Im Vergleich zum Film ist die Möglichkeit der Kontrastwiedergabe stark eingeschränkt. Beim jetzigen Entwicklungsstand ist die X. nicht in der Lage, die Aufnahmetechnik mit Film-Folien-Kombination merkl. einzuschränken.

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