Zahnbeweglichkeit - Medizinlexikon

mechan. Auslenkbarkeit des Zahns aus seiner Ruheposition, die durch die Faserzüge von der Alveolenkortikalis zum Zement u. durch die Blutfüllung der parodontalen Gefäße bestimmt wird. Physiol. Z.: Die elast. Aufhängung des Zahns in der Alveole, die eine Umformung der auftretenden Druckbelastung unter Funktion in biol. besser verarbeitbare Zugkräfte bewirkt, ermöglicht eine nicht sichtbare, bereits tastbare u. mikrometr. erfaßbare Beweglichkeit in der Alveole. Außerhalb der Funktion ist eine pulssynchrone Eigenbewegung des Zahns nachgewiesen worden. Pathol. Z.: vorwiegend bei entzündl. Parodontopathien kommt es im Zuge der Destruktion des Parodonts zu einer verstärkten Beweglichkeit, Zahnlockerung, für die versch. Skalierungen angegeben wurden. Der Vorgang beginnt mit einer spür- u. sichtbaren Beweglichkeit, meist in einer Dimension, u. führt über versch. Zwischenstufen zu einer erhebl. Beweglichkeit in allen drei Dimensionen bei bereits geringen Auslenkkräften, erhebl. Behinderung der Kaufunktion u. Lautbildung.

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