Zahnform - Medizinlexikon

Die Form der Zähne ist phylogenet. u. damit genet. determiniert. Oft entscheidender Indikator bei der Erforschung der menschl. Phylogenese, obgleich Entwicklungsstufen noch nicht ausreichend erklärt. Reptilien sind akrodont, homodont, der Mensch dagegen ist anisodont o. heterodont, brachydont, diphyodont, kynodont (Tab.). Der Zahn wird makrosk. unterteilt in Krone u. Wurzel, die Krone endet bei Schneidezähnen in einer Schneidekante, bei Eckzähnen in einem Höcker o. einer Spitze, bei Prämolaren in zwei bis drei Höckern u. dazwischenliegender Kaufläche, bei Molaren in drei u. mehr Höckern mit dazwischenliegender Kaufläche. Der Übergang zur Wurzel (Zahnhalsbereich) ist ident. mit dem Auslaufen des Zahnschmelzes u. der epithelialen Verbindung mit der Gingiva. Frontzähne u. Eckzähne haben eine konusförmige Wurzel, Prämolaren können ein- u. mehrwurzlig sein, Molaren haben meist mehrere Wurzeln. Milchzähne haben in grober Näherung die gleiche Z. wie bleibende Zähne (es fehlen die Prämolaren), sind jedoch kleiner u. im Aufbau etwas anders: der Schmelz ist dünner, der Pulparaum größer. Merkmal der Unterkieferzähne, spez. im Seitenzahngebiet, ist die Kronenflucht: die Bukkalfläche ist stärker gewölbt, die bukkalen Höckerspitzen liegen näher der durch die Längsachse gedachten Ebene. Die Seitenzugehörigkeit wird durch das Wurzelmerkmal bestimmt, die Wurzel ist nach distal gegenüber der Längsachse geneigt. Tab. Abb.

Zahnform. Schematisierte Gegenüberstellung der Formen der verschiedenen Zahntypen<br />a: Seitenansicht, b: Aufsicht, c: Frontalansicht
Zahnform. Schematisierte Gegenüberstellung der Formen der verschiedenen Zahntypen
a: Seitenansicht, b: Aufsicht, c: Frontalansicht

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